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Kfz-Innung Niederbayern macht Betriebe fit für die Zukunft Drucken

Digitalisierung und E-Mobilität als Top-Themen bei der Jahreshauptversammlung

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Kirchham. Information und Unterhaltung – eine gelungene Mischung aus beidem hat die Kfz-Innung Niederbayern ihren Mitgliedsbetrieben bei der Jahreshauptversammlung 2018 geboten. Im Haslinger Hof in Kirchham im Landkreis Passau, einem berühmt-berüchtigten Tanzlokal mit uriger Dekoration, hatte die Innung zu einem bayerischen Abend eingeladen. Passend zum Thema wurden die 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Lebkuchenherzen begrüßt, auf denen „mei Innung“ stand. Für gute Stimmung und viele Lacher sorgte Gstanzl-Sänger Hubert Mittermeier alias „Erdäpfekraut“, der durchs Publikum zog. Begleitet wurde er von der Gruppe „Grenzlandla Musig“. „Wir haben vor zwei Jahren begonnen, die Jahreshauptversammlungen in besonderer Kulisse abzuhalten. Das kommt bei den Mitgliedsbetrieben sehr gut an – und in angenehmer, lockerer Atmosphäre lassen sich auch Herausforderungen besser besprechen“, so Innungs-Geschäftsführer Josef Huber.


Bevor allerdings die vielfältigen Zukunftsherausforderungen thematisiert wurden, lieferte Obermeister Michael Krammer aktuelle Kennzahlen aus dem niederbayerischen Kfz-Markt. Demnach habe es in diesem Jahr bis August bereits 33.255 Neuzulassungen gegeben. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 42.532 neue Zulassungen. Hinzu kommen laut Krammer 77.346 Besitzumschreibungen bis August, wohingegen im Vorjahr insgesamt 113.456 Umschreibungen des Besitzes gezählt wurden. Der Mitgliederstand der Innung sei mit rund 800 Betrieben weiterhin sehr stabil. Was Vertreter dieser Betriebe im vergangenen Jahr mit der Innung erleben konnten, schilderte Krammer in einem kurzen Rückblick. Er berichtete unter anderem von vier erfolgreichen Bezirksversammlungen, der zweiten Freisprechungsfeier im Frühjahr in Dingolfing, der Innungsreise nach Wien oder auch einer Oldtimerausfahrt nach Geiselhöring. Zudem habe sich der Nachwuchskreis im vergangenen Jahr weiter etabliert, so Krammer.

 

Da es der Innung ein großes Anliegen ist, die Mitgliedsbetriebe fit für die Zukunft zu machen, wurden zwei wichtige Themenfelder im Rahmen der Jahreshauptversammlung besonders beleuchtet: Digitalisierung und E-Mobilität. Dr. Jörg von Steinaecker von der Steinaecker Consulting zeigte auf, dass die fortschreitende Digitalisierung auch für kleine und mittelständische Betriebe große Chancen bietet. „Die Digitalisierung ermöglicht uns neue und veränderte Geschäftsmodelle. Ich möchte zeigen, dass es ganz einfache Lösungen für Ihren Betrieb gibt, die nicht viel Geld kosten“, so der Experte. Wichtig sei allerdings,zunächst ein gewisses Umdenken zuzulassen. Bislang sei in den Köpfen verankert, dass kein Verkauf ohne persönlichen Kundenkontakt möglich sei oder Branchenkenntnisse absolut nötig wären, um erfolgreich zu sein. Das habe sich geändert. „Ein 360 Grad-Kundenerlebnis ist digital absolut möglich! Und dem Kunden zuhören ist viel wichtiger als Branchenkenntnisse“, versicherte von Steinaecker, der die These „Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert werden!“ vertritt. Seine Mahnung: „Wenn es die Branchenmitglieder nicht tun, werden es andere tun!“ Deshalb rief er die Innungsmitglieder dazu auf, sich künftig verstärkt mit den Möglichkeiten der Digitalisierung auseinanderzusetzen und in kleinen Schritten loszulegen.

 

Den zweiten Impulsvortrag hielt Jürgen Sangl vom Autohaus Sangl in Landsberg am Lech. Hier kauft ganz Deutschland Elektro-Autos – und der Grund dafür wurde schnell klar. Mit ansteckender Begeisterung berichtete Sangl davon, wie das Angebot von E-Autos zum Erfolgsfaktor für das Autohaus werden konnte. Der Schlüssel zum Erfolg: „Man muss von der E-Mobilität überzeugt und begeistert sein! Viele Kunden, beispielsweise aus Hamburg, könnten zu Hause auch ein E-Auto kaufen. Aber sie kommen zu uns, weil sie das Gefühl haben, dass der Händler vor Ort keine Lust hat, ein E-Auto zu verkaufen“, berichtete Sangl. Gängigen Argumente gegen den Verkauf von E-Autos erteilte er eine Absage. „Man muss im Kopf einen Schalter umlegen und darf keine Angst haben, dass man durch E-Mobilität etwas verliert. E-Autos lassen sich sehr einfach verkaufen, wenn man voll dahintersteht“, so Sangl.


Neben der fortschreitenden Digitalisierung und dem Thema E-Mobilität gehört auch der Nachwuchsmangel zu den Zukunftsthemen, die die Kfz-Innung und ihre Mitgliedsbetriebe beschäftigen. Geeignete Azubis zu finden wird wie auch in anderen Branchen zunehmend schwerer. Geschäftsführer Josef Huber betonte: „Es ist wichtig, die junge Generation dort abzuholen, wo sie zu Hause ist: Im Internet. Wer dort nicht präsent ist, bekommt Probleme.“ Huber stellte zudem vielfältiges Unterstützungsmaterial der Innung vor und leitete als Zeichen der Wertschätzung für Betriebe, die in der Ausbildung besonders glänzen konnten, zur Vergabe des Ausbilderpreises über. Die Top-Ausbilder 2018 wurden gemeinsam mit ihren prüfungsbesten Absolventen auf die Bühne gerufen und erhielten als Dank für ihr Engagement eine Urkunde und einen Glaspokal.

 

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Dr. Jörg v. Steinaecker

 

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GF. Josef Huber

 

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Jürgen Sangl


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Gstanzlsänger "Erdäpfekraut"

 

Vielen Dank auch den zahlrichen Sponsoren und Partnern, die auf der begleitenden Fachausstellung Ihre Produkte und Dienstleistungen den Mitgliedsbetrieben präsentierten.

Info-Service: Vortrag "Digitalstrategie im Autohaus"

 

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Das sind die Top-Ausbilder 2018 mit ihren erfolgreichen Nachwuchskräften:

Bezirk Deggendorf
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Firma Martin Haiplik, Zwiesel mit Stefan Aumann
Max Salmannsberger GmbH, Deggendorf mit Michael Kroiß
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeug-Technik
Autohaus Ing. Ludwig Freitag GmbH & Co. KG, Straubing mit Leonhard Lummer
Schreiner & Wöllenstein GmbH & Co.KG, Landshut mit Marvin Groß

Bezirk Dingolfing
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Firma Meindl & Angerstorfer, Dingolfing mit Florian Kammerer
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik:
Schreiner & Wöllenstein GmbH & Co. KG, Ergolding mit Dominik Kose
AVP Sportwagen GmbH, Ergolding mit Jakob Kuralavicuis

Bezirk Landshut
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Schreiner & Wöllenstein, GmbH & Co. KG, Vilsbiburg mit Florian Czeyka
Straßmeier Jürgen, Niederaichbach mit Swen Straßmeier

Bezirk Passau
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Autohaus Richard Hable e.K., Grafenau mit Simon Kronschnabl
Osterer GmbH, Eging a. See mit Alexander Unrecht
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik:
Paul GmbH & Co. KG, Vilshofen mit Fabian Tischler
Freitag Nutzfahrzeuge, Aicha v. Wald mit Thomas Reischhofer

Bezirk Pfarrkirchen
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Firma Dieter Glas, Simbach mit Manuel Bauer
Firma Loher, Inh. Ungefug, Simbach mit Marco Unterbuchberger

Bezirk Straubing
Kfz-Mechatroniker, Schwerpunkt PKW-Technik:
Jungmayer Karl GmbH, Geiselhöring mit Alexander Hof
Hirschvogel GmbH & Co. KG, Straubing mit Eduard Traize

Automobilkaufleute Niederbayern

Auto Leebmann GmbH, Passau mit Benedikt Duschl
Josef Paul GmbH & Co. KG, Passau mit Felix Plöchinger

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Pressemitteilung der Kfz-Innung Niederbayern - Oktober 2018

Auszug aus Rundschreiben 6/2018




 

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