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Kfz-Gewerbe Bayern kritisiert Warnstreiks der IG Metall Drucken

Vorsitzender der Tarifkommission Vetterl: Gemeinsame Verantwortung ernst nehmen


Mit Unverständnis reagiert das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe auf die Warnstreiks der IG Metall. „Die aktuellen Warnstreiks sind unnötig. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist es nicht an der Zeit für einseitigen Arbeitskampf. Vielmehr sollten wir als Tarifpartner gemeinsam unsere Verantwortung für den Mittelstand in Bayern ernst nehmen“, sagte Albert Vetterl, Vorsitzender der Tarifkommission im bayerischen Kraftfahrzeuggewerbe.

Die Arbeitgeber im bayerischen Kraftfahrzeuggewerbe seien weiterhin an konstruktiven Verhandlungen mit der IG Metall interessiert. „Die Folgen der Corona-Politik sind für die aktuellen Tarifverhandlungen jedoch eine zusätzliche Herausforderung“, sagte Vetterl. Die rund 7.000 bayerischen Kfz-Innungsbetriebe seien wirtschaftlich durch die Folgen der Corona-Krise stark belastet. Im vergangenen Jahr waren etwa in Bayern die Neuzulassungen um rund 21 Prozent auf knapp 579.000 Fahrzeuge gesunken. Rund zwei Drittel der Betriebe seien daher 2020 von deutlichen Umsatzeinbußen betroffen gewesen, viele erwarten einen Gewinneinbruch von bis zu 40 Prozent. Auch zu Beginn des Jahres 2021 seien die Neuzulassungen sowie aufgrund der Verunsicherung der Kunden auch die Werkstattauslastung um rund ein Drittel eingebrochen. Die strikten Auflagen aus der „Bundesnotbremse“ hätten den Handel auch im zweiten Quartal deutlich erschwert, sagte Vetterl. Daher werde 2021 das „Corona-Jahr“ 2020 nicht ausgleichen, sondern die wirtschaftliche Lage der Kfz-Innungsbetriebe allenfalls stabilisieren können.

„Wir haben die Forderungen der Gewerkschaft intensiv beraten und fordern die IG Metall auf, sich wieder auf Verhandlungen zu konzentrieren statt die Eskalation zu suchen.“ Die Tarifpartner hätten beispielsweise durch die Regelungen zur Kurzarbeit bereits während der Corona-Krise gezeigt, dass einvernehmliche Lösungen sowohl im Interesse der Arbeitgeber als auch der über 140.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Auszubildenden möglich seien. „An diese pragmatische Herangehensweise sollten wir in den weiteren Tarifgesprächen anknüpfen“, sagte Vetterl.

 


 

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