| Pressemitteilung Kraftfahrzeuggewerbe Bayern | Reparieren statt wegwerfen – klare Linie im Austausch mit Bayerns Umweltministerium |
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München. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber hat sich mit Günter Friedl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern, über zentrale Zukunftsthemen für Werkstätten und Tankstellenbetriebe ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die Reparierbarkeit moderner Fahrzeuge, der Zugang zu Fahrzeugdaten, die geplante EU-Altfahrzeugverordnung sowie Fragen der Versorgungssicherheit und des Bürokratieabbaus.
Ebenso deutlich wurde die Forderung nach einem fairen Zugang zu Fahrzeugdaten. Ohne diskriminierungsfreien Zugriff auf OBD-Schnittstellen können unabhängige Werkstätten ihre Arbeit nicht mehr im Wettbewerb leisten. In der Praxis ist der Zugang zu diesen Daten jedoch häufig eingeschränkt.
Auch Fragen der Versorgungssicherheit wurden angesprochen. Aus Sicht des Tankstellengewerbes Bayern, dessen Vorsitzender Friedl ebenfalls ist, könnten bereits vergleichsweise einfache Notstromlösungen dazu beitragen, im Falle größerer Stromausfälle eine grundlegende Kraftstoffversorgung sicherzustellen. „Tankstellen sind Teil der kritischen Infrastruktur. Mit überschaubarem Aufwand ließe sich an ausgewählten Standorten eine Notversorgung sicherstellen, etwa für Einsatzkräfte oder wichtige Versorgungsfahrzeuge“, erklärte Friedl. In diesem Zusammenhang wurde auch die derzeitige Auslegung der Ladenschlussvorschriften durch Spätverkaufsstellen thematisiert. Aus Sicht des Tankstellengewerbes führen unterschiedliche Vollzugspraxen beim Ladenschluss teilweise zu Wettbewerbsverzerrungen, da einzelne Anbieter ihre Verkaufszeiten deutlich großzügiger auslegen als gesetzlich vorgesehen. „Es geht uns um Rechtsklarheit und Vollzugsgleichheit. Unsere Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Hinzu kommt, dass einzelne Spätverkaufsstellen auch Waren vertreiben, die gegen jugendschutzrechtliche Vorschriften verstoßen“, betonte Friedl. Das Fazit des Gesprächs: Die Herausforderungen sind groß und Lösungen gelingen nur gemeinsam. Beide Seiten waren sich einig, dass die Themen für Betriebe, Verbraucher und Versorgungssicherheit gleichermaßen entscheidend sind. Der Austausch soll daher fortgesetzt und weiter vertieft werden.
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